Über das Haus

In der Felberstraße 20 spiegelt sich eine 125 jährige turbulente Geschichte. Unser Haus wurde im Jahr 1887 erbaut. Der Vordertrakt war das gutbürgerliche Wohnhaus der jüdischen Besitzer, die im Hintertrakt ein Fabriksgebäude errichtet hatten. In den alten Plänen war dort, wo heute die Waschküche ist der Pferdestall eingezeichnet. Ganz Wien wurde mit den dort produzierten Waren beliefert. Der 1858 eröffnete „Kaiserin Elisabeth Bahnhof“ – jetzt Westbahnhof – half den damaligen Eigentümern genau so wie dem Do Step Inn heute.
Während die Felberstraße 20 schon in der Kaiserzeit ein Ort unternehmerischer Schaffenskraft war hatte im Nachbarhaus 1908/1909 ein Mieter gewohnt, der in Europa mehr zerstören sollte jeder andere Mensch vor oder nach ihm. Vielleicht ist die Geschichte aber auch ein bisschen gerecht: während die Felberstraße 22 im 2. Weltkrieg teilweise ausgebombt worden war blieb in der Felberstraße 20 die gesamte historische Bausubstanz erhalten.
In den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Felberstraße 20 – wie die gesamte Gegend – leider immer mehr vernachlässigt. In den ehemaligen Fabrikshallen hatte sich eine christliche Freikirche und ein Künstler eingemietet. Im ehemaligen Wohnhaus war ein Drogenberatungszentrum und eine Billigarbeiterunterkunft entstanden. Wegen dem österreichischen Mietrechtsgesetz waren dringend notwendige Sanierungsarbeiten nicht rentabel und unterblieben daher.

house

In diesem traurigen Zustand habe ich 2004 das Haus gekauft. Ich habe die tolle Bausubstanz des Hauses erkannt und im jugendlichen Leichtsinn die bürokratischen Hürden stäflich unterschätzt, die der österreichische Beamtenstaat jeden in den Weg legt, der etwas revitalisieren und verschönern oder gar Arbeitsplätze schaffen möchte.
Bei der Komplettsanierung des Hauses und seines Umbaus zu einem Hotel haben wir ein klares Konzept verfolgt: Wir wollten die alte Bausubstanz erhalten, ja dem Besucher ein Haus präsentieren, das Geschichte atmet. Gleichzeitig durfte es nirgendwo am Komfort fehlen, den man sich von einem modernen Innenstadthotel erwartet. Durch viele gezielte Investitionen haben wir versucht das Haus so weit als möglich unabhängig vom Verbrauch nicht erneuerbarer Energieträger zu machen. All das ohne auch nur einen Euro an öffentlichen Förderungen in Anspruch zu nehmen. Das sind wir den Generationen, die vor uns gelebt haben und die nach uns leben werden, schuldig.
Wenn wir Sie in unserem Haus als Gäste begrüßen dürfen wissen Sie, dass Sie in einem Familienbetrieb untergebracht sind, dem soziale Verantwortung sehr viel bedeutet. Deswegen gibt es bei uns kein „Outsourcing“. Nein, da sind wir ganz altmodisch: wir machen alles im Haus, mit „unseren“ KollegInnen, die alle das Ziel haben, dass Sie eine wunderbare Zeit in Wien genießen können.

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